Im Gespräch mit Annette Windus


Was ist dein Business?
Ich bin freie Lektorin mit eigenem Redaktionsbüro. Und – ich halte für mein Leben gern Seminare zu Themen, die mir am Herzen liegen. 

Ich überarbeite für klein- und mittelständische Unternehmen Texte, die für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind und daher leicht verständlich sein müssen: zum Beispiel Flyer und Broschüren, aber auch Geschäftsberichte oder Internetseiten. Oft schreibe ich die Texte auch komplett neu. Weil der Kunde sagt: „Mach‘ mal – mach‘ das mal schön!“
Merke: Wenn es leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben!
Als freie Redakteurin schreibe ich unter anderem für die Regionalpresse: über Kultur, Soziales, Bildung und Politik – und was die Region sonst noch so bewegt.
Bei meinen Seminaren dreht sich alles um Kommunikation, Sprachbewusstsein und Sprachkultur Außerdem befasse ich mich mit „Leichter Sprache“ und engagiere ich mich als ehrenamtliche Lernberaterin im Bereich Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt. „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ heißt nichts anderes, als die Botschaft (das Produkt) leicht verständlich der Zielgruppe näherzubringen.

Was ist dein aktuelles Projekt?
Die redaktionelle Zeitungsarbeit ist quasi fortlaufend; genauso wie ein Buchlektorat, das ich bereits über einen längeren Zeitraum begleite. Unter dem Motto „Kommunikation hat viele Gesichter“ referiere ich im November fünf Tage lang bei einem Bildungsurlaub über die Macht der Sprache in Beruf, Gesellschaft und Politik. Ganz aktuell erstelle ich gerade das Konzept für einen weiteren Bildungsurlaub in 2019, der sich mit dem „Strukturwandel in Wetterau und Vogelsberg“ befasst. Außerdem bereite ich immer wieder Workshops zu verschiedenen Themen vor, wie „Die Marke ICH“, „Marketing in der Kindertagespflege“ oder „Klares und verständliches Formulieren in Sachverständigen-Gutachten bei Gericht“.

Warum bist du in einem Unternehmerinnen Netzwerk aktiv?
Als Lektorin/Redakteurin bin in speziellen, überregionalen Fachforen vernetzt. Ich suche aber immer auch den Gedankenaustausch mit aktiven und interessanten Frauen aus anderen Branchen. Die Unternehmerinnen des Netzwerkes Wetterau inspirieren mich mit ihrer oftmals völlig anderen Sicht auf die Dinge, die mir so den Blick über den Tellerrand hinaus ermöglichen. Und ich schätze „Aufgeweckt“ als Plattform mit regionalem Bezug. 

Wie nutzt du das Netzwerk bisher?
Ich treffe mich immer mal wieder mit einzelnen Netzwerkerinnen, um mich über aktuelle Themen oder Synergieeffekte auszutauschen. Besonders wertvoll finde ich unsere Treffen mit den informativen Vorträgen, die meinen Horizont erweitern und mir oft neue Impulse geben. 

Wo siehst du das Netzwerk in 3 Jahren?
Puh, schwer zu sagen. Ich wage da keine Prognose, würde mir aber wünschen, dass wir weiter wachsen und interessante Unternehmerinnen aus unterschiedlichen Branchen unser Netzwerk bereichern.